Kapellmeister

Bernhard Schneider

 

Gedanken eines Kapellmeisters:

 

„Die Es-Klarinette ist bei den Takten 4 bis 9 zu laut, die Trompeten spielen im Takt 4 nicht exakt, …“ so stand es im Bericht der Kommission beim Wertungsspiel im Jahr 1989 der Musikkapelle …. Und die Kommission hatte das genau richtig erkannt. Mit den Trompetern hatte der Kapellmeister ja oft geübt, es war einfach zu schwer, beim Es-Klarinettisten war es komplizierter. Ihm konnte man nicht so einfach sagen, dass er zu laut spielt – aus seiner Sicht spielte er eher zu leise. Den Es-Klarinettisten konnte man leicht beleidigen, und ob er dann beim nächsten Konzert noch kommt …

 

„Auf die Stimmung kommt es an!“ 

 

Das aus zweierlei Sicht:

 

Zuerst muss die Stimmung unter den Menschen stimmen. Gegenseitige Wertschätzung und Respekt – zwischen jung und alt, zwischen Schülern und Lehrherrn, zwischen den Musikern der 1. und jenen der 3. Stimme. Den anderen zuerst als Mensch sehen und dann als Musikant mit bestimmten Fähigkeiten.
Diese Stimmung herzustellen zählt zu den komplexesten Arbeiten mit einer großen inhomogenen Gruppe. Manchmal gelingt es gut, manchmal weniger gut. Doch – das Publikum merkt beim Konzert ganz genau, ob diese Stimmung unter den Musikanten passt.

 
Da ist der Pädagoge im Kapellmeister gefragt.
 

Erst dann kann man an der zweiten Stimmung arbeiten. Stimmen die Töne, stimmt der Rhythmus, … Das ist Arbeit, intensive Probenarbeit, mühsame Probenarbeit, Arbeit, die nie aufhört. Das Publikum hört natürlich, ob die Stimmung gut oder weniger gut ist.
 

Da ist der Musiker im Kapellmeister gefragt.

 

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